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Eine neue Epoche beginnt

Aus der Vereinsgeschichte 1945 - 1975

Im Herbst 1945 fanden sich 5 Lüblower zusammen um den Sport wieder neue Impulse zu geben. Da Ihnen von der sowjetischen Kommandantur untersagt wurde den Radfahrer - Verein "Wanderlust" wieder zu beleben, gründeten Günter Hannemann, Eduard Lewerenz, Karl-Heinz Podeyn, Friedrich Rieger und Theo Waluga am 01.01.1946 die Sportgemeinschaft (SG) Lüblow. Erster Vorsitzender wurde Eduard Lewerenz. Man begann mit dem Aufbau einer Fußballmannschaft, welche in der Kreisklasse spielte. Weiterhin bildete sich eine Tanzgruppe und es wurden in den ersten Jahren auch Theaterstücke aufgeführt. Das erste Stück nach dem Krieg hieß "Der rote Faden". Als 1946 Paul Podeyn sen. aus der Gefangenschaft heimkehrte ging es auch wieder mit dem Radsport los.

Die Wirren des Krieges hat auch das frühere Vereinsbanner überlebt, denn der Sportfreund Paul Kort hatte es gut unter seinem Strohdach versteckt. Ihm gebührt noch heute unser aller Dank und Anerkennung und wir können stolz sein, dieses Banner in unserem Sportverein zu tragen.

1947 erhielt der Vereinsvorsitzende die Erlaubnis, dass das Vereinsbanner wieder öffentlich getragen werden dürfte. Zum Bannerträger wurde Paul Podeyn jun. gewählt.

Der Verein hatte 1951 eine Mitgliederzahl von 71 Sportlern in drei Sektionen.

  • Vereinsvorsitzender war seit 1950 Paul Podeyn sen.
  • Stellvertreter war Willi Hecht
  • Kassierer war Paul Podeyn jun.

Die Sektion Fußball hatte 37 Mitglieder.

  • Sektionsleiter war Friedrich Ortmann

Die Sektion Radsport hatte 25 Mitglieder.

  • Sektionsleiter war Friedrich Rieger.

Die Sektion Leichtathletik hatte 9 Mitglieder,

  • Sektionsleiter war Friedrich Ortmann.

In dieser Zeit wurde aber auch weiter hin dem Radsport nachgegangen. Es trainierten in dieser Zeit, unter der Leitung von Paul Podeyn sen. und Friedrich Rieger, zwei Mannschaften im 8er Reigenfahren.
Sie beteiligten sich in den ersten Jahren nach dem 2.Weltkrieg an vielen Sportwerbeveranstaltungen des Kreissportausschusses und an vielen sportlichen Vergleichen mit den Nachbargemeinden. Besonders das traditionelle Saalfahren an Silvester erfreute sich immer besonderer Beliebtheit.

Am 29. Oktober 1958 wurde die Betriebssportgemeinschaft (BSG) "Traktor" Lüblow gegründet.
Erster Vorsitzender wurde Paul Podeyn sen. und der Trägerbetrieb war die MTS Wöbbelin und später die LPG "Friedrich Engels" Lüblow.


Reigenmannschaft der Männer 1960

Der Sportverein wurde Mitglied im DTSB der DDR und konnte so an Meisterschaften teilnehmen. Der Verein erhielten sodann auch finanzielle Unterstützung vom Kreisvorstand Ludwigslust und vom Radsportverband Schwerin zur Neuanschaffung von Saal – und Radballrädern.

1959 übergab der Sportfreund Horst Cassube aus Schwerin unserer Sportgemeinschaft 6 Reigenräder. Damit kam der große Durchbruch für den Hallenradsport.

Es entstanden sehr schnell 4 Mannschaften im Reigenfahren. Es gab den 8er Traditionsreigen, das 6er Gruppenfahren der Frauen, Männer, Jugend und Pioniere sowie die Geschwister Kaiser im 2er Kunstradfahren. Im Radball waren wir in den Altersklassen der Männer, Jugend und Schüler vertreten. Durch die gute Vorarbeit konnten die Frauen und Männer im Sechser-Gruppenfahren auf Anhieb den Sieg im selben Jahr bei den Bezirksmeisterschaften in Perleberg erringen. Das Training begann und alle wollten mitmachen. In den ersten Jahren versuchte man sich sogar im Radpolo.

Ein Jahr später sorgte die Frauenmannschaft im Sechser-Gruppenfahren für eine große Überraschung. So konnten Liesel Frese, Traudi Güldenpenning, Edith Linke, Loni Meyenburg, Traudi Meyenburg, Gertrud Schröter mit ihrem Trainer Günter Hannemann am 24. September 1960 in Halle, bei den Deutschen Meisterschaften im Hallenradsport den Titel " DDR – Bester " erringen und diesen Titel nach Lüblow holen. Außerdem hatte diese Mannschaft noch viermal den Bezirksmeistertitel errungen.


Ehrung der DDR-Besten 1960 in Schwerin


Bezirksmeistermannschaft 1959 in Perleberg


Enno Baalcke und Erwin Koch

Im Jahr 1960 wurden 4 Radballräder gekauft und man begann mit dem Aufbau von Radballmannschaften. Hier war besonders die Mannschaft Enno Baalke/ Erwin Koch erfolgreich. So konnten sie 1961 bis 1963 den Bezirksmeistertitel erringen und nahmen 1961 an den Deutschen Jugendmeisterschaften in Ludwigsfelde teil, wo sie einen sehr guten 5. Platz belegten.

1963 wurde unserem Vorsitzenden Paul Podeyn sen. die große Ehre zu teil, unser Banner anlässlich des IV. Deutschen Turn – und Sportfestes in Leipzig bei der Fahnen- und Bannerweihe zu tragen. Mit einer Delegation aus Ludwigslust war unser Banner in den nächsten Jahren noch zweimal in Leipzig.

Am 14. Juli 1966 fand die 60-Jahrfeier des Sportvereins mit Gruppenfahren, Radball und Volleyballvergleichskämpfen statt. 2 Jahre später organisierte am 21. Oktober 1968 der Verein eine Festveranstaltung zum 10jährigem Bestehen der BSG "Traktor" Lüblow.

In den nächsten Jahren gab es einen regelrechten Ansturm im Hallenradsport. So konnten in den 60-iger und 70-iger Jahren noch zahlreiche Bezirksmeistertitel und Pokalsiege, vor allem im Reigenfahren, gefeiert werden.
Die BSG "Traktor" Lüblow hatte sich sehr schnell einen Namen gemacht und war als Hochburg im Hallenradsport bekannt. Viele Meistertitel, Urkunden und Pokale konnten unsere Sportler erkämpfen.

Bis Mitte der 70er Jahre dominierten die Lüblower in vielen Altersklassen das Sechser-Gruppenfahren im Bezirk Schwerin. Aber auch im 2er Kunstradfahren (Geschwister Kaiser) und im Radball konnte der Verein immer wieder vordere Plätze bei den Meisterschaften belegen.

Am 25. März 1974 verstarb der langjährige Vorsitzende Paul Podeyn sen.. Leider war es ab diesem Zeitpunkt auch mit dem Reigenfahren vorbei. Er war insgesamt 38 Jahre Vorsitzender des Vereins und widmete fast sein ganzes Leben dem Radsport. Es fand sich niemand, der diese Sportart weiterführte. So wird seit dem nur noch Radball gespielt.

 

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© Burkhard Protz